Besserer ÖPNV und sichere Radwege – Südkreis-Grüne sprachen über Kommunalwahlplanung

Hilter – Die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs steht ganz oben auf Liste der Ziele der Grünen für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr. „Nur wenn wir preislich attraktive, verdichtete und verlässliche Angebote schaffen, können wir erwarten, dass Menschen vom Auto umsteigen“, betonte die Kreisvorstandsprecherin und Dissener Ratsvertreterin Deirdre Lange-Eekhoff beim Treffen der Grünen aus den Südkreis-Kommunen.

Über positive Erfahrungen mit dem Bürgerbus zwischen Glandorf und Lienen berichtete Birgit Wordtmann, die selbst ehrenamtlich als Fahrerin tätig ist. Solche Angebote wurden auch für andere bisher unterversorgte Gebiete im Südkreis gewünscht.

Angesprochen wurde auch die Verkehrssicherheit. „Wir werden uns weiterhin für Ortsschilder und Querungshilfen im Ortsteil Wellendorf stark machen“, betonte Ratsmitglied Nadine Seebode. Erforderlich sei dies, um insbesondere den Kindern einen sicheren Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu ermöglichen. Zwischen Glandorf und Kattenvenne fehle noch immer ein Radweg, ergänzte Birgit Wordtmann.

In Bad Rothenfelde beschäftige sich eine Projektgruppe des Rates mit der Erstellung eines Konzeptes mit dem Ziel, den innerörtlichen Verkehr zu reduzieren, berichtete Olaf Humbeck. Eine solche Verkehrsberuhigung könne jedoch nur unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gelingen.

Durchgängige und sichere Radwege in Hasbergen und bis in die Osnabrücker Innenstadt wünscht sich Gerald Johann to Büren. Neben vielen anderen Aspekten werde bei den Hasberger Grünen außerdem diskutiert, wie man die Interessen der verschiedenen Akteure beim Thema Mountainbiking unter einen Hut bekommen könne.

Übereinstimmend wollen die Grünen in ihren Gemeinden zukünftig das Fläche fressende Bauen vermeiden und den Anteil der Mehrfamiliengebäude vergößern. Zudem wurde die Rückgewinnung illegal umgepflügter Wegeseitenränder und deren zukünftige Gestaltung angesprochen. Wie in Bad Laer mit dem Sandabbau im Heideseen-Gebiet wollen die Grünen auf die Umsetzung rückständiger Kompensationsmaßnahmen drängen.

Druck wollen die Grünen auch machen bei der mehrfach verzögerten Umsetzung der Glasfaseranschlüsse. „Für unsere Firmen ist es enorm wichtig, bei der Digitalisierung nicht abgehängt zu werden“, betonte Tom Guss. Der Jung-Grüne aus Hagen will sich auch für eine verbesserte social-media-Kommunikation einsetzen.

Über die negative Finanzentwicklung beim Landkreis berichtete Rainer Kavermann. „Nachdem der Kreis sich fast komplett entschuldet hatte, droht jetzt eine Erhöhung der Kreisumlage“, berichtete der Fraktionsvorsitzende. Der Bund habe es versäumt, eine Steuerreform umzusetzen, die die Kommunen auf finanziell sichere Beine stelle. Vieles müsse jetzt infolge Corona auf den Prüfstand. Bei aller Sympathie für den VfL Osnabrück seien derzeit die gewünschten Zuschüsse in Millionenhöhe für ein Jugendleistungszentrum kaum vorstellbar.

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